Während unserer Auszeit vom Leben auf dem Meer haben wir das kleine Häuschen Casa Pajero gemietet – mit einem Balkon so nah an den Baumwipfeln, dass man fast Tamarinden und Papayas pflücken könnte. Viele Stunden verbringe ich hier beim Birding in Santander, Kolumbien und halte Ausschau nach neuen gefiederten Motiven. Doch nicht nur eine unglaubliche Vielzahl an Vögeln zeigen sich: Immer wieder kommt ein Iguana vorbei, der sich regelmäßig in der Morgensonne auf einem der drei Bäume aufwärmt und ein Laubfrosch der tagsüber in unserem offenen Bad Siesta hält. Die Kolibris dagegen kommen und gehen so schnell, dass ich beginne ihnen aufzulauern. Eine bestimmte Blüte im Vorgarten scheint sie besonders anzuziehen – und mit etwas Geduld gelingen mir schöne Aufnahmen aus nächster Nähe. Alle Aufnahmen sind mit meiner Sony Alpha 7 IV und dem Tamron 150-500mm Objektiv entstanden.
Weiterlesen →Kolumbien
Galerie – Casa Pajero
Bereits seit dem Kurzurlaub vor wenigen Wochen steht für uns fest: Wir wollen für längere Zeit nach Kolumbien zurückkehren. Nun ruht Mabul während der Hurricane Saison sicher an Land in Panama und wartet geduldig auf uns. Wir dagegen genießen unbeschwert unsere Segelpause in Kolumbien – im Casa Pajero, einem kleinen gemieteten Häuschen auf dem Land. Es liegt direkt am Abgrund und eröffnet einen atemberaubenden Blick auf den Wald, fast wie aus der Vogelperspektive – ein perfekter Ort, um Vögel zu beobachten und mit meiner Kamera zu fotografieren. Drei Monate verbringen wir hier – lang genug, um sogar zweimal spontan Besuch zu empfangen. So schaffen wir es endlich, auch die nähere Umgebung zu erkunden. Besonders der Chichamocha Canyon hat uns tief beeindruckt. Doch die meiste Zeit leben wir ein fast schon unspektakuläres, dafür wunderbar entschleunigtes Landleben. Unsere Ausflüge beschränken sich oft auf Spaziergänge in der Umgebung – und genau das macht diese Segelpause so besonders.
Weiterlesen →Galerie – Birding in Kolumbien
Beim Birding in Kolumbien war ich in den Regionen Antioquia und Santander unterwegs – zwei Gebiete, die für ihre große Vogelvielfalt bekannt sind. Auf meinen Wegen durch neblige Bergwälder und über abgelegene Pfade begegnete ich faszinierenden Arten wie dem Hochland Motmot, der Azurkopftangare und der farbenprächtigen Maskentrogon. Immer wieder schwirrten winzige Kolibris durchs Bild – kaum größer als ein Daumen, aber voller Leben und Energie. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Begegnung mit zwei wilden Gelbbrust Aras, die sich hoch oben in einem Baum ausgiebig putzten – ganz in Ruhe und scheinbar unbeobachtet. Diese Galerie versammelt meine schönsten Vogelaufnahmen aus mehreren Orten in Kolumbiens artenreichen Anden. Alle Aufnahmen sind mit meiner Sony Alpha 7 IV und dem Tamron 150-500mm Objektiv entstanden.
Weiterlesen →Der Urlaub
Nach vielen heißen und anstrengenden Monaten in den Mangroven – vollgepackt mit unzähligen Bootsprojekten – ist es endlich Zeit für eine kleine Auszeit. Wir lassen Mabul nach den letzten Arbeiten fast schon überhastet zurück, steigen ins Flugzeug und starten unsere Bootspause in Kolumbien. In Pereira landen wir, und kurz darauf zieht uns das charmante Salento in seinen Bann. Eine große Reiseplanung? Fehlanzeige. Alles, was feststeht: In zweieinhalb Wochen fliegen wir von Medellín zurück nach Panama – was dazwischen passiert, zeigt das Abenteuer.
Weiterlesen →Galerie – Der Urlaub
Die Bootspause in Kolumbien ist eine Mischung aus Ruhe, kleinen Abenteuern und neuen Eindrücken. Wir wandern durch die nebeligen Berge, erkunden grüne Täler voller Palmen, hören das Plätschern der Santa Rita Wasserfälle und genießen die warmen Quellen von San Vincente. Hin und wieder stören kleine Plagegeister unsere Wanderungen, mit etwas Mückenspray kein Problem. Überall gibt es Details zu entdecken: das Summen der Kolibris, das Rascheln der Blätter, der Duft frisch gerösteter Kaffeebohnen in Salento, die Farben der Berge im Morgenlicht und die abwechslungsreiche lokale Küche. So entsteht eine Mischung aus Natur, Kultur und kulinarischen Erlebnissen. Die Fotos halten nicht nur Landschaften fest, sondern auch Begegnungen, überraschende Details am Wegesrand und Momente der Ruhe – Eindrücke, die man nur bekommt, wenn man sich auf das Land einlässt. Lies mehr dazu im vollständigen Blogeintrag: Der Urlaub
Weiterlesen →Das vermeintliche Paradies
Karins Kolumne über Cayos Albuquerque, einem kolumbianischen Atoll vor der Küste Nicaraguas.
Erschienen im Magazin „global“ von Alliance Sud, Ausgabe Sommer 2024.
https://www.alliancesud.ch/de/cayo-albuquerque
Download PDFKokaininsel mit Charme
Auf der Seekarte sieht man Providencia nur, wenn man stark reinzoomt, so winzig klein ist die Kokaininsel mit Charme. Providencia gehört zu Kolumbien, obwohl die Insel viel näher an Nicaragua liegt. Hier werden Traditionen hochgehalten und Massentourismus gibt es nicht. 2020 zerstörte ein Hurrikan die Infrastruktur der Insel fast vollständig, doch die Inselbewohner beklagen sich nicht darüber, sondern sagen, der Hurrikan sei ein Segen für sie gewesen.
Weiterlesen →Galerie – Cayos Albuquerque
Wir nehmen Abschied von Panama und machen uns mit unserer Freundin Lea auf zu den Cayman Islands. Das liegt genau auf unserer geplanten Route zu den Bahamas und bietet sich als idealer Zwischenstopp an. Schon in der ersten Nacht schwappt mitten in der Nacht Wasser im vorderen Bad, und so segeln wir nach Cayos Albuquerque, um Mabul wieder trockenzulegen und abzudichten. Hier erwartet uns völlig unerwartet ein Paradies. Zwei kleine Inseln inmitten eines Atolls umgeben von glasklarem Wasser. Wir treffen auf die kolumbianische Armee und Küstenwache, verbringen Zeit mit den lokalen Fischern und erleben und hören sie manch kuriose Geschichte.
Weiterlesen →Galerie – Providencia
Nachdem wir den Rio Dulce verlassen haben, segeln wir 600 Meilen mit seltenem, äußerst hilfreichem aber ungemütlichem Westwind nach Providencia, einem kleinen kolumbianischen Außenposten vor der Küste Nicaraguas. Hier werfen wir vor dem größten Ort der Insel Anker, treffen auf die Crew von SV My Motu und werden hier gemeinsam Weihnachten bis nach Neujahr verbringen. Die Insel ist mit dem Golf Kart einfach zu bereisen und hat außer Traumstränden auch jede Menge Dschungel und super freundliche Bewohner zu bieten. So finden wir eine Reggae Bar, von der wir den Startvorbereitung einer kleinen Fischer Segelregatta beobachten, erklimmen mit „the peak“, den höchsten Punkt der Insel und die Unterwasserwelt spricht ihr eigene Sprache.
Weiterlesen →Galerie – Providencia unter Wasser
Wir werden graue Riffhaie sehen – 99 garantiert!, sagt unser Tauchguide Justifer, als wir am Riff abtauchen. Tauchen in Providencia bedeutet Eintauchen in die Welt der Haie. Diese kommen neugierig näher und beäugen uns. Ein Grund für ihre Zutraulichkeit ist, dass die lokalen Inselbewohner die Haie mit Feuerfischen füttern, die sich hier invasiv verbreitet haben und die anderen Unterwasserbewohner bedrohen. In mehreren Tauchgängen lassen wir uns verzaubern von der Eleganz, Neugier und Schnelligkeit der Haie.
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