Die Tier- und vor allem die Vogelwelt ist in Panama einfach nur erstaunlich und zu oft konnte ich diese fotografisch nicht gut einfangen. Selbst modernster Smartphone Kamera Gigantismus reicht nicht, die Fluchtdistanz der scheuen Tiere ist einfach zu groß. Also schleppe ich nun seit einem Vierteljahr bei unseren Streifzügen ein größeres Teleobjektiv für meine Spiegellose mit mir herum. Und ganz plötzlich wird daraus ein neuer Anreiz, raus in die Natur zu gehen und zu entdecken. So verbringe ich Stunden um Stunden beim Birding in Panama im Wald, in den Mangroven oder auf dem Dinghy um mehr und mehr dieser Vielfalt kennenzulernen. Alle Aufnahmen sind auf der karibischen Seite Panamas, zwischen Colon und San Blas, entstanden.
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Gestrandet in der Linton Bay
Anfang Februar erreichen wir die Linton Bay – noch ahnen wir nicht, dass wir länger hier gestrandet sein werden. Doch länger an einem Ort zu verweilen, hat auch seine Vorteile. Man lernt die Bewohner auf den Booten und an Land kennen. Diese Menschen und ihre Geschichten sind in der Linton Bay besonders interessant – und vielfach auch ziemlich schräg.
Weiterlesen →Galerie – Puerto Lindo
Zurück aus San Blas liegen wir vor Anker nahe Puerto Lindo in der Linton Bay. Hier geht unsere Freundin Moni wieder von Bord, und auch Karin bricht zu einer Recherche an die Pazifikküste auf. Ich repariere derweil die kleinen Weh-Wehchen Mabuls und stoße wieder einmal auf größere Probleme. Das fast neue Wellenlager zeigt schon wieder etwas Spiel, da passt also immer noch etwas nicht. Klar ist, Mabul muss so oder so nochmal an Land und ein neues Wellenlager will bestellt und geliefert werden. Aber die Gegend hier hat einen hohen Freizeitwert und so erkunden wir verschiedene kleine Inseln, stoßen auf neue tierische Freunde und tauchen tiefer in das lokale Leben ab. Eigentlich sollte das der letzte Stopp vor dem Kanal sein, die Kanal Verwaltung hat bereits alle Dokumente für den Transit abgenickt und auch Karins Schwester hat einen Flug gebucht, um mit uns als Linehandler durch den Kanal zu gehen. Wird wieder mal alles nix, ist aber trotzdem schön. Mehr dazu im Blog Gestrandet in der Linton Bay
Weiterlesen →Die Klimaflüchtlinge
Karins Kolumne über die vermeintlichen Klimaflüchtlinge von Gardi Sugdub.
Erschienen im Magazin „global“ von Alliance Sud, Ausgabe Frühling 2025.
https://www.alliancesud.ch/de/panama
Download PDFGalerie – San Blas III
Von Isla Tigre aus segeln wir in San Blas weiter nach Waisaladup, wo unsere Freundin Moni an Bord kommt. Mit ihr geht es weiter zum sogenannten Swimmingpool: Hier treffen wir in kristallklarem, türkisfarbenem Wasser auf viele, alte Bekannte aus der Turtle Cay Marina. Nach diversen Trauminseln machen wir auch einen Abstecher mit dem Dinghy in den Rio Mangles am nahen Festland. Das Wasser ist kabbelig und jede zweite Welle schickt eine Ladung Gischt über den Bug – gut, dass Kamera und Handys im kleinen Drybag trocken bleiben. Kaum gleiten wir in die schmalen Kanäle zwischen den Mangroven, ändert sich die Szenerie: Das intensive Grün schließt sich um uns und der Kontrast zu den Sandhaufen mit Palmen könnte kaum krasser sein.
Weiterlesen →Nach Trumps Drohungen dominieren in Panama Wut und Enttäuschung
Karins Reportage aus Panama und direkt vom Panamakanal.
Erschienen in der NZZ vom 19.02.2025.
Erste Klimaflüchtlinge Südamerikas: die wahre Geschichte dahinter
Die kleine Insel Gardi Sugdub in Panama droht wegen des steigenden Meeresspiegels zu versinken. Deshalb haben fast alle Einwohner gezwungenermaßen ihr Zuhause verlassen. Das berichteten internationale Medien im vergangenen Sommer. Doch die Realität sieht anders aus.
Erschienen im Echo der Zeit vom 17.02.2025.
Galerie – Isla Tigre
Nach unserem ersten Stopp der neuen Saison bei Gardi Sugdub, geht es weiter Richtung Osten in San Blas und wir segeln zur Isla Tigre. Dort liegen wir als einziges Boot vor Anker und kommen uns anfangs wie Aliens vor. Wir spähen durch die Kamera und das Fernglas, und beobachten, was sich da vor uns auf der Insel tut. Tourismus scheint hier noch nicht angekommen zu sein, niemand kommt zu Mabul, um eine Ankergebühr einzufordern, Molas oder Fisch zu verkaufen. Die ehemalige Landepiste für Flugzeuge ist nur noch aus der Luft als solche zu erkennen, längst wird hier Volleyball und Fußball gespielt. Das Dorf ist erstaunlich gut entwickelt mit Krankenhaus, Schule, funktionierender Wasser- und Stromversorgung, kleinen Läden und sauberen Straßen. Wir finden sogar ein Restaurant und freunden uns mit der Crew eines kolumbianischen Handelsschiffs an, das hier am Dock festgemacht ist.
Weiterlesen →Die sinkende Insel Gardi Sugdub
Im vergangenen Sommer ging eine Geschichte durch die Weltpresse: «Klimawandel: Bewohner verlassen Insel in Panama», hieß es in der ARD oder «Gardi Sugdub: The Americas‘ disappearing island» titelte die BBC. Eine sinkende Insel zwingt ihre Bewohner sich an Land ein neues Zuhause zu suchen. Die Insel heißt Gardi Sugdub und liegt in San Blas, dem autonomen Gebiet der Gunas, in Panama. Einem Inselparadies von mehr als 350 Inseln. Ist Gardi Sugdub, die Krabbeninsel, nun menschenleer? Vielleicht bereits versunken?, fragen wir uns und nehmen Kurs auf die Insel.
Weiterlesen →Eine neu geordnete Dreiecksbeziehung
Zurück auf Mabul! Zeit für eine kurze Rückschau.
2024 ist das Jahr, in dem wieder alles anders kommt. Es ist auch das Jahr einer Bootsauszeit. Als wir im Januar in San Blas in Panama ankommen, denken wir noch, wir würden kurz darauf durch den Kanal fahren und mit unseren Freunden von SV My Motu über den Pazifik segeln – doch das tun wir nicht. Alex hat nächtelang Albträume und träumt ständig davon, dass unser Mast bricht. Wir hören auf sein Bauchgefühl und bleiben auf der Karibikseite – wie sich später herausstellte: zurecht. Hier unsere Rückschau auf 2024.
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